Das Wissen über sich selbst!

Ein Mensch, der sich noch nie schriftlich sich selbst zu stellen wagte, ist nur 'ne Wurst!

Das Wissen über sich selbst!

Selbsterkenntnis

All diese Angebereien in der Welt …

Mal ehrlich! Wer sich selbst als erwachsen bezeichnet, aber noch nie in seinem Leben über sich selbst, das eigene Fühlen, Meinen und Denken, geschrieben hat, ist doch wirklich nur ’ne Wurst.

Um erwachsen zu werden, muss man (frau auch) sich mit sich selbst konfrontieren. Man muss sich sich selbst stellen! (Das zweimalige „sich“ in diesem Satz ist kein Versehen sondern beabsichtigt.)

Wir müssen uns uns stellen, um halbwegs Mensch werden zu können. Wer sollten wir denn ansonsten sein, wenn wir uns dieses nicht trauten, wenn wir Angst hätten, uns selbst zu begegnen, wenn wir vor jeder ernsthaften Begegnung mit uns selbst fliehen würden?

Sich selbst angstfrei begegnen!

Sich selbst angstfrei im Schreiben zu begegnen! Das zeichnet einen mündigen, erwachsenen Menschen aus! Dabei kommt es überhaupt nicht darauf an, wie die Begegnung ausgeht. Den Mut aufzubringen, sich sich selbst zu stellen, sich sich im Schreiben zu stellen, das ist das Entscheidende für einen mündigen, erwachsenen Menschen. Für einen Menschen, der nicht mehr nur eine Wurst ist! Für einen Menschen, der dem Wurst-Status enkommen, entflohen ist. Weil er sich selbst serlebt, erfahren und erkannt hat.

Mal ehrlich!

Mal ehrlich! Ein Mensch, der sich noch nie schriftlich sich sich selbst zu stellen wagte, der sich noch nie sich selbst im geschriebenen Wort zu begegnen wagte, ist doch wirklich nur eine Wurst!

So eine Wurst, um nur das Einfachste zu nennen, weiß doch nicht einmal, was sie sagt, wenn sie „Ich“ sagt!


Ein Mensch, der sich noch nie schriftlich sich selbst zu stellen wagte, ist nur eine Wurst!
Ein Mensch, der sich noch nie schriftlich sich selbst zu stellen wagte, ist nur eine Wurst!

 

 

Philosophische Sokratische Lebensberatung

Was ist das Besondere an meiner Philosophischen Sokratischen Lebensberatung? –

Das Leben soll wahrhaft, schön und gut sein. So wünschen wir es uns und „so zu sein ist es auch gedacht“. Alles Andere ist nur wenig lebenswert; wenn überhaupt.

Das Wahre, Schöne und Gute im Leben sind die Ziele meiner Philosophischen Sokratischen Lebensberatung; sie sind das Maß der Orientierung und das Maß allen Entscheidens und Handelns. Nur so lässt sich ein bewusst lebenswertes Leben verwirklichen!

Verlässt man diese bewussten und immer wieder nachvollziehbaren Ziele, bewegt man sich im relativistischen Irgendwo; angewiesen auf Meinungen, Bemerkungen von außen, Kommentare, Likes und wabernde Gefühle. Arm und armselig!


Genesung durch Sprache

Gesprächstherapien können nützlich, hilfreich und heilsam sein. Seit Sokrates können wir das wissen. Und seit jeher kann Mensch dieses erleben und erfahren; dieses Zu-Hause-Sein im Sein, im Sein der Sprache.

Und doch ist mir keine Therapieschule (außer vielleicht Viktor Frankls Logotherapie) bekannt, die die Heilsamkeit der Klärungen durch Sprache als Ursache ihrer Erfolge benennt. Da werden eher sehr einfach und menschlich gestrickte, lehrbare und lernbare  Verfahrensstrategien als Heilsursache benannt. Oder das fragwürdige Therapeut-Patienten-Verhältnis wird zum Heilsbringer erhoben.

In den Coaching-Bereichen, die eine Heilung des Menschen in der einen oder anderen Form anstreben, scheint es ähnlich zu sein.

Ist es so schwierig zugeben zu müssen, dass der Mensch über die Sprache und das Nachdenken über sich selbst zu seinem Selbst und damit zur Heilung gelangt; dass der Therapeut oder Coach nur als Gesprächspartner fungiert, um einem Menschen die Möglichkeit des Sich-Selbst-Aussprechens zu geben um ihm so den Zugang zu seinem Sinn und seinem Sein zu ermöglichen oder zu ebnen?

Wie wäre es, einmal einfach zuzugestehen, dass das „Sich hinenbegeben in Sprache“, dass freies, unverbogenes Sprechen mit einem offenen, neutralen, wertvollen Gesprächspartner das ist, was wir Menschen alle dringend brauchen und was uns auch in verfahrenen Situationen wieder auf unseren eigentlichen Weg zurückführen kann?


Zoon Logon echon

[Nicht neu:] Der Mensch ist ein vernunftbegabtes Lebewesen (Zoon).

[Auch nicht neu:] Der Mensch ist ein sprachbegabtes Lebewesen.

[Vielleicht neu:] Der Mensch ist ein sprachnotwendiges Lebewesen. Begibt sich Mensch nicht in klares Denken und in klare Sprache (Logos), ist er kein Mensch; nur noch Lebewesen, nur noch Tier, nur noch fressendes und fickendes Tier.

Klares Denken durch klare Sprache ist Notwendigkeit, um überhaupt Mensch zu sein. Nicht nur fressendes fickendes Tier zu sein. Oder andersherum beleuchtet: Das Tier Mensch ist nur Mensch, um Sprache zu verwirklichen. Außerhalb der Sprache, des Logos, ergibt es gar keinen Sinn, Mensch zu sein, Mensch werden zu wollen, nicht einfach nur Tier zu bleiben. (… was dann doch manchen Menschen schwer fällt; Termiten können das besser).

Die Sprache und die Denk-Möglichkeiten durch Sprache verleihen dem menschlichen Leben erst Sinn. Im Sprechen kommt der Mensch zu seinem eigentlichen Mensch-Sein; im Sprechen findet der Mensch erst zu sich selbst. Deshalb ist es auch nicht unerheblich, was gesprochen wird, was gedacht wird. Denn so, wie wir in der Sprache, im Logos, erst zu unserem eigentlichen Selbst finden, so bestimmt das, was gesprochen wird, der Inhalt des Gesprochenen, darüber, auf welchem Weg wir unser Ziel erreichen. Und ob wir es überhaupt erreichen, bevor wir unser Ende finden. – Das hieße: Tier bleiben bis zu unserem Ende; ohne das Mensch-Sein jemals zu erreichen. – Ist ja auch ein Weg. Ein möglicher Weg. Eigentlich der normale Weg.

Warum also einen anderen, einen schwierigeren Weg gehen? – Wegen der Lust am Denken? – Nein, das reicht nicht; das wiegt die Mühe nicht auf! Also wegen der Idee, sein Mensch-Sein zu verwirklichen? – Nein, auch eine Idee kann die Mühen und Gefahren wohl nicht aufwiegen. Also wegen …

Den einzigen Grund kann es wohl nur geben durch ein „ich muss“! Um selbst nicht schmerzhaft der erkannten Sinnlosigkeit zu verfallen, sich selbst nicht unter Schmerzen und Qualen der erkannten Sinnlosigkeit anheim zu geben. Um Schmerzen und die Angst vor weiteren, noch schwerer zu ertragenden Schmerzen zu vermeiden.

Oder durch eine Liebe; eine erfüllte Liebe. Eine erfüllte Liebe zum Sinn und zum Sein, zur Wahrheit und zur Weisheit. Zur Philosophie eben.


Ist Sokrates ein Philosoph?

Ist Sokrates ein Philosoph?
Oder ist allein schon die Frage unsinnig?

Sicherlich hat, zumindest meiner Meinung nach, Sokrates die Philosophie ins Leben gerufen, erschaffen. Mir scheint das unstrittig. Aber das war vor langer, langer, sehr langer Zeit. Und damals war Sokrates auch sicherlich, davon bin ich überzeugt, ein Philosoph, ein Freund der Weisheit.

Aber können, wollen, sollen, dürfen wir deswegen heute sagen: Sokrates ist ein Philosoph? – Was heute unter Philosophie verstanden wird, was heute im Namen und unter dem Schutzschild der Philosophie geleistet wird, hat doch nichts, rein gar nichts damit zu tun, was Sokrates am Herzen lag.

Könnte Sokrates uns heute erleben, er wäre entsetzt darüber, als Philosoph bezeichnet zu werden. Und, da bin ich mir ebenfalls sicher: Er würde sich wehren!


Ist Sokrates ein Philosoph?
Ist Sokrates ein Philosoph?

 

Haruki Murakami

Über den Sinn oder den Unsinn des Lebens.

Heute Nacht las ich – wie passend – in einem Buch von Haruki Murakami (1Q84) folgendes Gespräch zwischen einer jüngeren Frau und einer älteren (weisen?) Dame:

„Ich bin ganz durchschnittlich“, sagte Aomame. „Ich lese nur sehr gern. Hauptsächlich Bücher über Geschichte.“
„Das tue ich auch gern. Die Geschichte lehrt uns, dass Vergangenheit und Gegenwart im Grunde eins sind. Ganz gleich, wie sehr wir uns in Garderobe und Lebensart unterscheiden, unsere Gedanken und Taten sind gar nicht so unterschiedlich. Wir Menschen sind letztlich nur Träger von Genen. Auf ihrem Weg reiten sie auf uns von Generation zu Generation, gerade so, wie wenn man Pferde zu Tode reitet. Die Gene denken nicht in Kategorien von Gut und Schlecht. Wir haben Glück oder Pech mit ihnen, aber sie wissen nichts davon. Denn wir sind nicht mehr als ein Mittel zum Zweck. Für die Gene zählt nur, was für sie selbst den größten Nutzen bringt.“

„Dennoch ist es uns unmöglich, nicht darüber nachzudenken, was gut und was schlecht ist. Nicht wahr?“

Die alte Dame nickte. „So ist es. Wir Menschen müssen ständig darüber nachdenken. Und dennoch sind es die Gene, die unsere Lebensweise von Grund aus beherrschen. Selbstverständlich entstehen aus dieser Situation Widersprüche“, sagte sie und lächelte.

Diese Darstellung der Gedanken hat mir ganz gut gefallen: Unter den uns gegebenen Bedingungen sind wir genötigt und teils auch in der Lage, darüber nachzudenken, was Gut und was Schlecht ist. Und dann können wir (vielleicht) auch entsprechend handeln.

Die Frage nach dem Sinn von etwas unterstellt ja immer auch die Frage: Was ist das Gute daran? Und ich denke, es kann von uns geschaffen nichts Gutes und Besseres geben, als das, was sich uns in reiflichen gekonnten Überlegungen als Gut zeigt. Und wenn wir das dann auch noch verwirklichen können, haben wir ziemlich viel Gutes, Sinnvolles geschaffen und Sinn erfüllt!


 

Meine Philosophie

Meine Philosophie in aller Kürze

  1. Wir sind Teil des Kosmos
  2. Wir unterliegen den Gesetzen des Kosmos
  3. Durch unser Denken können wir einen (eingeschränkten) bewussten Anteil am Kosmos erlangen und so auch bewusst selbst Teil des Kosmos werden.

Das war’s schon.


 

An Albert Einstein

Aus einem (Liebes-) Brief an Albert Einstein

… Und wenn ich Trost suche in Büchern, gerate ich nur tiefer in etwas, das mich quält, so wie es schon andere gequält hat:

Ich weiß nicht, was mein Leben ist, was meine Sinne sind, was meine Seele ist, ja, selbst jener Teil von mir, der das denkt, was ich schreibe, der über alles und über sich selbst nachdenkt und sich nicht besser erkennt als das Übrige.

Ich sehe die furchtbaren Räume des Weltalls, die mich umschließen und ich finde mich an einen Winkel dieser unermesslichen Ausdehnung gebunden ohne zu wissen, warum ich gerade an diesen Ort gestellt bin und nicht an einen anderen. Ich sehe auf allen Seiten nur Unendlichkeit, die mich umschließt wie ein Atom und wie einen Schatten, der nur einen Augenblick dauert und nicht wiederkehrt.

Zitiert nach einer zweiteiligen Fernsehprodunktion des Deutschen Fernsehfunks / Fernsehen der DDR, 1990. Titel: „A. Einstein“, Teil 1: Der letzte Sommer.

 

Sein und Leben

Das Leben ist eine Möglichkeit des Seins, sich zu verwirklichen. Religiöse Menschen würden vielleicht sagen: Das Leben ist eine Möglichkeit, in der Gott sich verwirklichen kann.

Das scheint nicht viel zu sein: „Nur eine Möglichkeit …“. Aber wer das Sein (Gott) liebt, wird auch die Möglichkeit seiner Verwirklichung lieben.

 

Geschichten

Geschichten, Erzählungen, Storytelling

Eine Geschichte ist kein Irgendwas, ist keine wahllose Aneinanderreihung von Wörtern, ist kein Gelaber und ist kein Blah-Blah.

Eine Geschichte ist eine erzählte, d.h. in Worte und Sprache gefasste, sinnreiche Aneinanderreihung oder Schichtung (vgl. Ge-Schichte) von in Worte und Sprache gefassten Geschehnissen, Erlebnissen, Ereignissen.

Durch Geschichten werden Geschehnisse gebunden und gebündelt, festgehalten. Indem Geschehnisse zu Geschichten gestaltet werden, entsteht aus den Geschehnissen ein sinnfälliges Seiendes.

 

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