Empfehlung: Blog: Wahn und Sinn.de

Fauler Kerl!

Liebe Besucherin, lieber Besucher!

Zuerst eine Bitte um Nachsicht: Ja, ich habe den Blog dieser Seite vernachlässigt. Weil Themen anstanden, die nicht unbedingt zu SokratesBerlin gepasst hätten.

Ein gemeinsamer Blog

Daher habe ich nun für meine unterschiedlichen Websites, in denen es vorrangig um den Sinn in unserem Leben oder um das Schreiben geht, einen gemeinsamen Blog eingerichtet, der alle älteren Artikel vereint.

Der Name: Wahn und Sinn!

Die Adresse: http://Wahn-und-Sinn.de

Freche freie Spinnerei!

Außerdem will ich es mir herausnehmen, auch manchmal Irriges und Verrücktes zu veröffentlichen.

Darauf weist auch der Name „Wahn und Sinn“ schließlich hin.

Über Ihren Besuch würde ich mich freuen!

Danke,
Michael Gutmann


 

Alternative Fakten

Nachdem nun der Ausdruck „Alternative Fakten“ zur Umschreibung möglicher Unwahrheiten durch die Trump-Beraterin Kellyane Conway in die politische Berichterstattung eingeführt wurde und für erhebliche Wirbel sorgte, ohne dass Aussagen korrigiert oder revidiert wurden, ist das Gerede über alternative Tatsachen nun politisch geheiligt. Jeder Diktator, jeder Tyrann, jeder Häuptling oder Stammesführer wird in Zukunft leicht und akzeptiert (!) seine eigene Sicht der Welt und der Dinge vortragen und behaupten dürfen. Gesetz und Richtbarkeit sind fast obsolet geworden.

Wir werden uns an dieses Neusprech und Neudenk gewöhnen müssen. Der philosophischen und politischen Widerwärtigkeit sind Tür und Tor geöffnet.

Der Bezug zur Wahrheit und das Festhalten an der Wahrheitssuche waren es einst, die das Menschsein und europäische Zivilisation bestimmen sollten und durften!


 

Eh alles relativ!

Eh alles relativ!

Nun seid Ihr also neun, zehn, elf, zwölf oder gar dreizehn Jahre lang brav zur Schule gegangen und habt während all der Jahre Mathematik-Unterricht erhalten um nun, im Anschluß an Eure Matura, stolz zu verkünden:

„Ich habe meine eigene Wahrheit;
es ist eh alles relativ“!

Wir gratulieren!


 

Sinnlos glücklich!

Sinn

Sinnlos glücklich?

Man braucht den Sinn des Lebens nicht erkannt zu haben, um sinnlos glücklich sein zu können!

– – Oder vielleicht doch? — Funktioniert Glücklich-sein ohne Maßstab?

– – Das Glück der Kinder sicherlich. Das Glück des Philosophen wohl eher nicht.

Wäre es also besser, Kind statt Philosoph zu sein? – – Hm!


Klar und wahr und …

Schlagwerk

Ein Text, der klar und wahr und leicht verständlich ist, ist schon ganz gut und schön, insofern er eben klar und wahr ist. Aber was ist mit der leichten Verständlichkeit? Ist sie wirklich eine Hilfe zu einem wirklichen Verständnis oder eröffnet sie vielmehr die Tore zu nur vermeintlichem Verständis, das mehr Missverständnis als wirkliches Verstehen ist. Wissensdünkel also.

Wie dagegen steht es mit einem Text, der ebenso klar und ebenso wahr aber nur schwer verständlich ist? – Sofern sich ein Leser oder eine Leserin auf diesen Text einlässt, werden er oder sie sich selbst bemühen, zu einem Verständnis zu gelangen. Dieses Verständnis wird dann ein selbst gewonnenes Verständnis sein, ein wirkliches Verständniss, ein selbst begründetes Verstehen. Jederzeit aus sich selbst heraus ohne Zitiererei wiederholbar, jederzeit zu besprechen, zu diskutieren und zu verteidigen. Ein wirkliches Verstehen eben.

Nun könnte man einwenden, dass sich sicherlich nur wenige auf einen schwer verständlichen Text einlassen werden. – Nun gut; so stehen wenige mit wirklichem Verstehen vielen mit Wissensdünkel gegenüber. Da sind mir die wenigen Verstehenden dann doch lieber!


Der Zauber des Schreibens

Zauber

Wer einmal, auch nur ein einziges Mal, dem Zauber des Schreibens unterlag oder besser: dem Zauber des Schreibens unterliegen durfte, der wird wohl Zeit seines Lebens ein Liebhaber, ein gefangener Liebhaber, dieses Zaubers sein.

Jemandem, der bislang diesen Zauber nicht kennenlernen durfte, diesen Zauber zu erklären, fällt nicht leicht. Denn dieser arme Mensch wird, sobald wir einen mühsamen und von vornherein aussichtslosen Versuch der Erklärung unternehmen, bestenfalls an das Ergebnis des Schreibens, das Geschriebene denken und vermuten, wir hätten daran unsere Freude, seien darüber glücklich, seien darauf stolz. Besonders den Stolz wird er vermuten: Den Stolz auf ein paar gelungene Wendungen, den Stolz auf ein paar mehr oder minder missglückte Reime: „Haus – Maus“; taaräääh; wie lächerlich!

Das Ergebnis des Schreibens, das Geschriebene, ist doch nur das kümmerliche Abfallprodukt des Schreibens, des heiligen und heilenden Schreibens selbst. Ein Abfallprodukt, an dem andere Erfahrene ehrfurchtsvoll erahnen können, was im Schreiben geschah, was der Schreibende durchlebte. Ein Abfallprodukt andererseits, an dem sich auch Narren und kleine bissige Hündchen laben können. Und wenn ihnen ihr größtes Glück beschert wird, dann finden sie vielleicht einen Komma- oder einen Rechtschreibfehler, durch den sie sich dann selbst als groß, weise und erfahren aufblähen können. Wie wenig haben sie verstanden vom Zauber des Schreibens, vom Zauber des Lebens in all seinen facettenreichen Möglichkeiten!

Schreiben gestaltet das Leben. Schreiben gestaltet und schenkt das, was es im Leben gibt – oder auch nicht gibt. Schreiben kann uns trösten oder zutiefst bedrücken. Schreiben kann uns Wahrheit schenken. Schreiben kann unsere ganze Welt verändern. Und uns selbst auch.

Es gibt für uns nichts auf dieser Welt, das nicht geschrieben wurde. Und es gibt nichts auf dieser Welt, solange es nicht geschrieben wurde. Das gesprochene Wort alleine reicht nicht aus. Es muss der Prüfung des Schreibens unterzogen worden sein, um wahr sein zu können.


Feindbilder

Philosophische Therapie

Glücklich, wer ein Feindbild hat! So ein Feindbild ist sehr nützlich. Es ermöglicht zum Beispiel jedem Idioten, von keinerlei Selbsterkenntnis berührt, einen Standpunkt zu beziehen, sich aufzublasen als sei er jemand und mit ungeheuer großer Klappe über sein Feindbild herzuziehen.

Noch glücklicher dran ist der, der sein Feindbild mit vielen anderen teilen kann. Dann kann man nämlich gemeinsam schimpfen, gemeinsam phantasieren und gemeinsame Theorien erspinnen. Das ist noch viel schöner, als nur alleine zu schimpfen und zu meckern. Gemeinsam kann man dann auch auf die Straße gehen und (gemeinsam) lauthals brüllen.

Aber Achtung: Nicht allzu viele – auf keinen Fall die Mehrheit – sollten sich das gleiche Feindbild auswählen. Sonst wird es zum Common Sense und dann lohnt es sich nicht mehr zu meckern. Oder das meckern macht nicht mehr so recht Freude, wenn ja doch alle ja! ja! nicken.

Auf Inhalte kam es bei dam ganzen Procedere ja ohnehin nicht an …

(Lügenfeindbilder sozusagen …)


Der totale Egoismus

I love you

Unter einem Egoisten verstehen wir doch einen Menschen, der seine Interessen radikal, ohne Rücksicht auf die Verletzung der Interessen anderer, durchsetzt.

Einer, der als „nicht egoistisch“ gelobt wird, ist dagegen wohl einer, der gerne den Interessen anderer dient. Aus welchen Gründen auch immer!

Aber bleiben wir beim Egoisten: Unser Egoist dient also rücksichtslos und mit vielen und großen Mühen, u.U. mit einem riesigen Aufwand, seinen Interessen. Wir können auch sagen: Seinem Begehren. Aber nicht das Wachsen und das Gedeihen dieses offenbar doch sehr geliebten Begehrens ist das Ziel des Egoisten sondern – wie paradox – die Befriedigung, die Befriedung dieses Begehrens. Mit anderen Worten: Die Auslöschung dieses – offenbar doch geliebten – Begehrens.

Der Egoist tut alles, um seinem Begehren zu dienen und das führt schließlich zu dessen Tod. Ist das nicht absurd?

Der totale Egoismus könnte daher, in der Vereinfachung dieses Procedere, auf den schlauen Gedanken kommen, seine Begierden gar nicht erst anwachsen zu lassen, sich von ihnen knechten zu lassen und ihnen zu dienen bis sie – sofern die Knechtschaft und Dienerschaft erfolgreich waren – absterben undden verschlissenen Knecht oder Diener wieder frei geben. Der totale Egoismus wird seine Begierden gleich an der Wurzel auslöschen!

Weise aller Epochen versuchten diesen Weg einzuschlagen durch Meditation, Kontemplation, klösterliches Leben, Schweigen, … kurz: Mühsames klein halten der Begierden auf Sparflamme. Aber dies wird sicher nicht der Weg des stolzen, totalen Egoismus sein!

Der würdige, ehrenhafte totale Egoist befreit sich von seinen Begierden und allen Qualen, indem er sich von deesn Ursache befreit. Die Ursache aber ist das Leben selbst.

Der würdige, ehrenhafte totale Egoist wird sich also möglichst bald vom Leben selbst befreien, um möglichst geringe Zeit Knecht und Diener der menschlichen Natur zu sein, um möglichst geringe Zeit auf lächerliche Weise seinen lächerlichen Bedürfnissen kindisch hinterherzujagen.

Der würdige, ehrenhafte totale Egoistwird sich verabschieden und freundlich sagen: Macht was Ihr wollt. Begeht nur nicht den Fehler, von mir etwas zu erwarten. Denn ich bin bald weg; einfach nicht mehr da!


 

Ideologiekriege

Farbenvielfalt

Es scheint mir ein schwieriges Unterfangen zu werden, eine Ideologie durch genau diese Ideologie bestätigende Bomben zerstören zu wollen.


 

Kreativität –

Kreativität

Kreativität (Kunst) besteht in einem Überschreiten des Rationalen und des Vernünftigen.

„Überschreiten“ des Vernünftigen und Rationalen heißt nicht: Missachtung der Ratio und der Vernunft, sondern eben: Zur Kenntnis nehmen, durchdringen und dann überschreiten!

Deshalb haben auch alle wirklichen Kreativen, wir nennen sie meistens „Künstler“, etwas Interessantes zu ihrer Arbeit zu sagen. Zu sagen! In Worten und Sätzen mit Gehalt! Das bloße Blubbern „überschreitend“!


 

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