Advanced Philosophy

Die Dinge der Welt?

Eine „Advanced Philosophy“ oder „Fortgeschrittene Philosophie“ wird sich weniger um die Dinge in der Welt kümmern, als vielmehr um das Denken und die Möglichkeiten des Denkens, das die Dinge der Welt erkennt oder zu erkennen glaubt.

 

Zuhören

Das ehrliche, das wirkliche Zuhören; ist es eher eine Kunst oder eher ein Zauber? – Vielleicht beides.

Wenn wir dazu bereit sind, einem Menschen ehrlich und ohne eigene Absichten zuzuhören, so gewähren wir diesem Menschen damit in Würde die Möglichkeit, sich ein klares und vielleicht neues Weltbild, sich eine klare und vielleicht neue, bessere Welt zu erschaffen.

Wir gewähren diesem Menschen damit die Möglichkeit, seine Gefühle zu erkennen und gedanklich zu fassen, seine Gedanken zu ordnen, in eine klare verständliche Form zu bringen, sich selbst zu erkennen und selbst zu verstehen, neue, bessere Wege zu finden, zu erkennen und zu beschreiten.

 

Was ist Philosophieren?

Philosophieren?

Kurz zuvor: Was philosophieren nicht ist: Es ist kein wildes und freies Sinnieren, Assoziieren, Phantasieren, Zurecht-Träumen etc. Das alles gehört zwar auch als Wertvolles zum menschlichen Leben dazu …

Philosophieren ist die Flucht der Emotionen und Phantasien in den rettenden Heimathafen der Sprache. Wenn wir philosophieren, bedienen wir uns der Sprache als klärendes und Erkenntnis schaffendes Werkzeug.

Wir retten uns und unseren Lebenssinn in das Allgemeine der Sprache um uns aufgrund unserer eigenen Selbst-Unzulänglichkeit nicht selbst allzu sehr zu verlieren.


 

 

Lob der Sprache

oder: Im Anfang war das Wort!

Ganz egal, was wir denken – sobald wir denken, bewegen wir uns im Palast der Sprache, sind bei ihr zu Gast. Wir setzen uns an ihre reich gedeckte Tafel, bedienen uns all der Wörter, die sie uns anbietet und der grammatikalischen Regeln, durch die uns die Sprache erlaubt, einen Sinn in unser Gedachtes und Gesprochenes zu bringen.

Einen Sinn? – Ja, einen Sinn! Des Sinnes wegen sitzen wir ja so häufig zu Gast an dieser Tafel, an der wir gemeinsam mit anderen Menschen versuchen, unseren Appetit und unseren Hunger, diese besondere Art von Appetit und Hunger, zu stillen. Zu stillen oder zumindest so weit zu beruhigen, dass der Hunger uns nicht mehr quälen kann.

Die Tafel ist reich gedeckt; reich und verführerisch. Und wir sind eingeladen, uns frei zu bedienen. Was wir auch gerne tun. So lange, bis wir merken, dass wir uns vielleicht von manchem ein wenig zu viel aufgelegt haben, von anderem wieder ein wenig zu wenig, oder dass die Kombinationen auf unserem Teller gar nicht so recht zueinander passen wollen. Und dabei haben wir sicher schon alle einmal unser Wohlbefinden und unsere anfängliche Festtagesstimmung verloren.

Das kann passieren. Und weil es passieren kann, passiert es auch.

Wie könnten wir uns wohl am besten vor Übelkeiten schützen und unser freud- und lustvolles Wohlergehen bewahren?

 

Michael Gutmann
Berlin

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