Postscriptum

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Ein Postscriptum (PS) möchte ich zum Thema „Dialogtherapie – Therapiedialog: Denken und Wohlfühlen“ und „Die Macht der Gedanken noch anfügen:

Dialektisch zugespitzt könnte man sagen:

Wenn ich schlecht denke, wenn meine Gedanken in die Irre gehen, fühle ich mich zwangsläufig schlecht, krank. Und ich fühle mich schlecht, weil ich schlecht (krank) bin! Denn schlechtes Denken macht schlecht (krank) und lässt einen sich schlecht (krank) fühlen!

Wenn ich krank, irrtümlich fehlerhaft rätsle oder grüble, werde ich mich deswegen auch krank und schlecht fühlen. Weil ich meinen sicheren und festen Boden oder meine Perspektive und/oder Hoffnung verloren habe!

Wenn ich gut (richtig) denke, fühle ich mich gut! Und ich fühle mich gut, weil ich gut (richtig) bin! Gutes Denken macht gut! Und lässt gute, richtige Werke vollbringen!

Fazit: Ich bin so und fühle mich so, wie ich denke! Ich bin so und fühle mich so, wie ich über mich denke!

Nur wer gut und richtig denkt, kann Gutes und Richtiges bewirken!

Gegen diese abstrakte Gedanken lassen sich natürlich ganz zu Recht mehrere Einwände erheben. Allem voran der, dass es doch sicherlich zahlreiche Menschen gibt, die völlig murksig denken und auch jede Menge Murks produzieren, von ihren Fehlern aber keine Ahnung haben und sich dementsprechend ganz blendend fühlen. – Dieser Einwand ist ohne Frage zutreffend. Es gibt jede Menge verpeilte Menschen, die sich ganz prächtig fühlen. Wie unter Drogen oder narkotisiert. Wer nichts von seinem fehlerhaften Denken weiß oder spürt, kann sich durchaus sehr wohl fühlen, solange er seinen Irrtum nicht erkennt oder erahnt. Das erscheint auf den ersten Blick ungerecht, aber so sind wir Menschen nun einmal gestrickt.

Dieser Einwand gegen das anscheinende Glücken des Falschen ist jedoch kein Einwand gegen das Prinzip, dass richtiges Denken auch tatsächlich glücklich und wirklich erfolgreich macht!


 

Die Macht der Gedanken

Buch

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.


Aus dem Talmud = »Lehre«, Sammlung der Gesetze und religiösen Überlieferungen des Judentums nach der Babylonischen Gefangenschaft


Genesung durch Sprache

Gesprächstherapien können nützlich, hilfreich und heilsam sein. Seit Sokrates können wir das wissen. Und seit jeher kann Mensch dieses erleben und erfahren; dieses Zu-Hause-Sein im Sein, im Sein der Sprache.

Und doch ist mir keine Therapieschule (außer vielleicht Viktor Frankls Logotherapie) bekannt, die die Heilsamkeit der Klärungen durch Sprache als Ursache ihrer Erfolge benennt. Da werden eher sehr einfach und menschlich gestrickte, lehrbare und lernbare  Verfahrensstrategien als Heilsursache benannt. Oder das fragwürdige Therapeut-Patienten-Verhältnis wird zum Heilsbringer erhoben.

In den Coaching-Bereichen, die eine Heilung des Menschen in der einen oder anderen Form anstreben, scheint es ähnlich zu sein.

Ist es so schwierig zugeben zu müssen, dass der Mensch über die Sprache und das Nachdenken über sich selbst zu seinem Selbst und damit zur Heilung gelangt; dass der Therapeut oder Coach nur als Gesprächspartner fungiert, um einem Menschen die Möglichkeit des Sich-Selbst-Aussprechens zu geben um ihm so den Zugang zu seinem Sinn und seinem Sein zu ermöglichen oder zu ebnen?

Wie wäre es, einmal einfach zuzugestehen, dass das „Sich hinenbegeben in Sprache“, dass freies, unverbogenes Sprechen mit einem offenen, neutralen, wertvollen Gesprächspartner das ist, was wir Menschen alle dringend brauchen und was uns auch in verfahrenen Situationen wieder auf unseren eigentlichen Weg zurückführen kann?


Weltnatur und Logos

Die erkennbare Weltnatur ist logisch gestaltet. Gute Ingenieure und Architekten wissen das.

Wir können logisch denken, können erkennen und uns durch Logik vor Irrtümern bewahren, einen Teil der Weltnatur erkennen, wie er ist. Und wir können uns selbst erkennen.

Das ist ja das wunderbare an der Logik, am Logos.: Er ermöglicht uns nicht nur, die Weltnatur zu erkennen. Er ermöglicht uns auch, selbst Teil der Weltnatur zu sein!

 

Klassischer Philosoph

Ja! Ich bin Klassischer Philosoph!

Nach dem Grübeln über meine Selbst-, Berufs- und Lebensbezeichnung komme ich zu dem Ergebnis: Ich bin Klassischer Philosoph!

Diese Differenzierung hört sich zwar im ersten Moment ganz und gar nicht geschmeidig an; der treffende Inhalt macht die äußere Spröde aber wieder wett.

Was heißt klassisch?

  1. Was heißt klassisch? – Da habe ich selbst erst einmal zur Sicherheit bei WIKIPEDIA nachgeschaut und stelle erfreut fest: Das passt. In der Klassik bin ich zu Hause, die Klassik liebe ich, in der Klassik will ich sein und leben. Egal, was rundherum verhandelt wird. Ja, ich bin klassischer Philosoph!
  2. Was zeichnet die Klassik und insbesonder die Klassische Philosophie vor allem inhaltlich aus? – In der Klassik ging und geht es um die Fragen: Was ist der Mensch? – Was sind die Aufgaben des Menschen? – Wie kann ich als Mensch gut und glücklich leben? – Wie kann ich ein Gemeinwesen gestalten, damit die Menschen darin gut und glücklich leben können?
    Das sind auch meine Fragen. Ja, ich bin klassischer Philosoph!
  3. Zur Aktualität: Die Fragen der Klassischen Philosophie sind auch die Fragen, um die ich mich auch heute beruflich aktuell kümmere:
    1. Die Frage: Was ist der Mensch? trifft den Kern der Lebensberatung und Lebensbegleitung. Auch und insbesondere die Philosophie des Alters, die Philosophie für Senioren.
    2. Die Frage nach dem guten Leben trägt in der Lebensberatung, der Lebensbegleitung und im Coaching.
    3. Die Frage nach der klugen Organisation eines Gemeinwesens wirkt in der Teamorganisation, der Teamentwicklung und dem Teamcoaching.
  4. Zum Verständnis in der Öffentlichkeit: Ich gebe anderen Menschen, indem ich mich nicht einfach als Philosophen, sondern von vornherein differenziert als Klassischen Philosophen vorstelle, die Möglichkeit, mich ohne Verwirrungen und allzu große Missverständnisse ein wenig treffsicherer einzuordnen. Der eine oder die andere wird dabei vielleicht an den schulischen Latein- oder Griechisch-Unterricht denken (Philosophie wurde ja nur selten unterrichtet) aber das lässt sich sicherleich schmerzlos korrigieren.

Klassischer Philosoph?

Was fehlt mir, wenn ich mich selbst als Klassischen Philosophen bezeichne? – Es fehlt mir an Nichts. Im Gegenteil: Es befreit mich! Denn ich muss nicht den Anspruch an mich stellen, für jede Philosophie der Welt gleichermaßen zuständig zu sein. Eine große Erleichterung! Und ich gewinne dadurch die Freiheit, mich verstärkt der geliebten Klassik zuzuwenden; ohne die Sorge, andere neuere, aktuelle, ganz dringende Dinge oder Gedanken zu vernachlässigen.

Und selbst mein sonst doch sehr skeptisches Bauchgefühl hat keine Einwände, wenn ich sage: Ich bin Klassischer Philosoph! Was will ich im Moment mehr? – Spätere Korrekturen und Verfeinerungen sind immer noch möglich.

Ja! Ich bin Klassischer Philosoph!

Ihr Michael Gutmann


Klassischer Philosoph - Klassische Philosophie
Klassischer Philosoph – Klassische Philosophie

 

Ist Sokrates ein Philosoph?

Ist Sokrates ein Philosoph?
Oder ist allein schon die Frage unsinnig?

Sicherlich hat, zumindest meiner Meinung nach, Sokrates die Philosophie ins Leben gerufen, erschaffen. Mir scheint das unstrittig. Aber das war vor langer, langer, sehr langer Zeit. Und damals war Sokrates auch sicherlich, davon bin ich überzeugt, ein Philosoph, ein Freund der Weisheit.

Aber können, wollen, sollen, dürfen wir deswegen heute sagen: Sokrates ist ein Philosoph? – Was heute unter Philosophie verstanden wird, was heute im Namen und unter dem Schutzschild der Philosophie geleistet wird, hat doch nichts, rein gar nichts damit zu tun, was Sokrates am Herzen lag.

Könnte Sokrates uns heute erleben, er wäre entsetzt darüber, als Philosoph bezeichnet zu werden. Und, da bin ich mir ebenfalls sicher: Er würde sich wehren!


Ist Sokrates ein Philosoph?
Ist Sokrates ein Philosoph?

 

Philosoph sein

Ich bin Philosoph –

Ich bin Philosoph. Aber das darf niemand wissen. Das ist geheim. So was von geheim! Denn die Philosophie steht in schlechtem Ruf. Und dieser schlechte Ruf könnte auf mich abfärben.

Besteht dieser schlechte Ruf zu Recht? – Ich muss leider eingestehen, selbst wenn man mich daraufhin als Nestbeschmutzer lobt oder tadelt: Ja! Dieser Ruf besteht zu Recht. Denn welche Segnungen hat uns denn die Philosophie der letzten Jahrzehnte oder auch Jahrhunderte gebracht? Der Öffentlichkeit sind zumindest keine bekannt. Und die Öffentlichkeit ist es, die über den Ruf entscheidet!

Ist es nun die böse, böse Öffentlichkeit, die den schlechten Ruf der Philosophie verschuldet? Oder ist es vielleicht nicht doch die „Branche der Philosophen“ selbst, die ihr schlechtes Image gekonnt produziert und aktualisiert? Denn welchen der öffentlich in Erscheinung tretenden Philosophen oder Philosophinnen würden Sie es tatsächlich zutrauen, Ihrem Leben förderlich sein zu können?

Veränderungscoaching

Das Thema der persönlichen Veränderung, des Change-Managements und des Veränderungscoachings scheint eine große Rolle in unser aller Leben zu spielen. Spielt das Veränderungscoaching dabei auch die Rolle, die ihm angemessen ist?

Bevor wir uns mit Hilfe eines Veränderungscoachings verändern wollen, sollten wir zuerst einmal wissen, wohin und wozu wir uns denn verändern wollen.

Und bevor wir uns in einem Veränderungscoaching gezielt verändern können, sollten wir – nein, müssen wir notwenig – erst einmal erkennen, wo wir eigentlich stehen; wer wir eigentlich sind. Denn selbst wenn wir den Ort kennen, an den wir gelangen wollen; wohin geht wir denn – nach Norden, Süden, Westen oder Osten? – wenn wir unseren gegenwärtigen Standpunkt nicht bestimmen können!?

Wieder einmal zeigt sich, welche große Bedeutung das gute alte Sokratische „Erkenne Dich selbst!“ nicht nur im Veränderungscoaching, sondern in unser aller Leben spielt.

Unser täglich Brot

Wie unser wertvolles tägliches Brot sind auch täglich wertvolle gute Gedanken ein Lebensmittel, das wir notwendig brauchen; ein Lebensmittel, ohne das wir nicht lange und nicht gut auskommen können. Jedenfalls nicht, solange wir Menschen sind.

Philosophie ist …

Philosophie ist die Suche nach Gedanken, die möglicherweise gut oder richtig oder wahr sind. Mehr können wir nicht leisten. Aber das ist, ernst genommen, schon eine ganze Menge.

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